Hallo … ?

Ach, übrigens – Jensen Watch lebt noch.

Aber da der Protagonist ja seit mehr als fünf Monaten nichts gatan hat, muss man ja auch nichts sagen.

Weiter so, Klaus!

Klaus Jensen, der Globalisierungskritiker

Ja, richtig gelesen. Unser Klaus traut sich ´was und warnt schon ´mal vor den Auswirkungen der Globalisierung. Manchmal. Wenn aber in seinem Trier eine hübsche Einkaufsgalerie gebaut wird, dann lobt er schon ´mal viel lieber die überregionalen Großinvestoren und verweist auf die Chancen des zukünftigen Wettbewerbs, dem wir uns alle stellen müssen und der unsere Stadt voranbringen wird. Sie halten das für inkonsequent? Quatsch, alles ist im Wandel und auch schon früher haben ganz andere Kaliber als der Klaus sich nicht um ihr dummes Geschwätz von gestern geschert. Wir leben nun einmal in einer Zeit, in der die einzige Konstante der stetige Wandel ist. Der Klaus hat das verstanden.

Dafür ist der Klaus als Stiftungsvorstand seiner Klaus-Jensen-Stiftung aber seinen früheren Idealen treu geblieben und hat als Projektleiterin die Vorsitzende der Trierer Regionalgruppe von “attac” eingestellt. Die ist jetzt auch bestimmt in Heiligendamm am Sperrzaun (wenn sie nicht Leserbriefe für ihren Chef im Rathaus an den Volksfreund schreiben muss) und hat sich dort angekettet, um auf die Problematik des Klimawandels, der internationalen Geldströme und der bösen Konzerne (der Trier-Galerie?) aufmerksam zu machen.

Oder die Julia Asita zieht gerade zusammen mit Heiner Geißler durch die Bars und Kneipen von Rostock und bestellt sich soeben den zweiten “Latte”. Immerhin kommen dessen Bohnen aus fair gehandeltem nicaraguanischen Anbau und die Feinveredelung in einer Bremer Rösterei (1,5 % der Einnahmen fließen einem Kinderheim in Matagalpa zu) macht die “Sandinisten-Plörre” auch ganz gut genießbar.

Ach, ja – der Klaus. Wie gerne wäre er jetzt mit dabei beim G8-Gipfel. Fragt sich nur, auf welcher Seite des Zauns?

Kritiker von Jensen Watch haben anlässlich des letzten Blogeintrages die Aussage getroffen, dass das Wahlergebnis der OB-Wahl, bei der Klaus 66,9 % der Stimmen bekam, auf dessen Glaubwürdigkeit und Authentizität zurückzuführen sei. Einen anderen Kommentator erinnerte solch ein Wahlergebnis eher an die Zeiten von Franz-Josef Strauß bzw. an deutsche Politiker, die nicht in Westdeutschland wirkten – oder vor mehr als 60 Jahren tätig waren. Schön, dass im Jensen-Watch-Blog so eifrig argumentiert wird. Weiter so, liebe Leser!


Wahlergebnisse wie unser Klaus: Franz-Josef Strauß

Anlässlich der globalisierungskritischen Bewegung, die sich an diesem langen Wochenende sowohl in Rostock (Schwarzer Block) als auch in Köln (“lebendig und kräftig und schärfer”) zu Besinnung und Gesang trifft, gibt es von Jensen Watch nun auch noch etwas sowohl zur Entspannung als auch zum kritischen Dialog mit den Vereinigten Staaten von Amerika.


Plakate, die die Welt nicht braucht – Linke und
Rechte gleichen sich doch manchmal ganz dolle

Es folgt ein Auszug aus einem tragikomischen Stück des zeitgenössisch, kritischen Volkstheaters, welches seit dem Ende der DDR nicht mehr aufgeführt worden ist. Davor allerdings auch nicht. Heutzutage ist die Fiktion zur Realität geworden, weshalb das revolutionäre Stück auf den Bühnen nicht mehr gespielt werden muss.

Es heißt “Ein bißchen Frieden” und spielt im Umfeld des “Hermann-Löns-Gymnasiums” in der bundesdeutschen Provinz (wer kennt es nicht, das weltbekannte HLG, wo schon so gewaltige Geistesgrößen wie der heute in Bielefeld lehrende Nationalökonom und Hobbyfeldhandballspieler Horst Imkemeier ihre Matura abgelegt haben). Wir steigen ein in Szene 1 des 2. Aktes. Studiendirektor Damian Danielsmeyer schlägt gerade die Tür seines Volvo ins Schloß und geht die Verbundsteinauffahrt zu seinem Einfamilienhaus hinauf. Im Garten schneidet seine Frau, Oberstudienrätin Imke Müller-Danielsmeyer, gerade ein Büchel Schnittlauch. Es entsteht ein packender Dialog, der von tiefer Aufrichtigkeit zeugt.

Sie: “Hallo Schatz, wie war die Konferenz?”

Er: “Ach, frag´ nicht – diese Jugend von heute … Die haben doch nur, ach, was sag´ ich … Dafür hab´ ich heute dem Bush und seiner Gang ´mal gezeigt, daß ich das nicht mitmache!”

Sie (entzückt): “Ehrlich? Du bist mein Prinz.”

Er (überlegen): “Tja, da saß ich im Informatikraum am Computer (Anm.: Der Computer entstammte einer großzügigen Spende von IBM an das HLG) und da hab´ ich American Express geschrieben, daß ich meinen Kartenvertrag kündige. Und das grüne Ding hab´ ich dann gleich mit in den Umschlag gesteckt. Das haben die jetzt davon mit ihrer Bush-Gang. Ich für meinen Teil habe keine Wertegemeinschaft mit denen !”

Sie (ganz verzaubert): “Du hast das einzig Richtige getan. Ich bin so stolz auf Dich. Und stell´ Dir vor, ich hab´s denen da drüben auch ´mal gezeigt. Diese imperialistischen Kriegstreiber haben es nicht besser verdient. Ich war bei Philippa im Eine-Welt-Laden und da hab´ ich gesehen, daß das Badeöl, was wir benutzen, doch tatsächlich auch Tannenzapfenkonzentrat aus Oregon enthält. Das hab´ ich dann natürlich nicht gekauft – ich unterstütz´ doch nicht diese Kriegsverbrecher …”

Imke Müller-Danielsmeyer fühlt sich in diesem Moment so rechtschaffen, daß sie sich erst einmal eine entspannend wirkende Marlboro light ansteckt. Just in diesem Moment kommt ihr Sohn Rudi, von seinen Klassenkameraden nur “Che” genannt, mit seinem Golf III Variant von der Schule. Rudi steigt aus und begrüßt seine Eltern.

Rudi: “Hallo Imke, hallo Damian.”

Imke und Damian: “Hallo Rudi, bleibst Du zum Essen?”

Rudi: “Nee, ich fahr´ gleich weiter zum ´Nature One´-Festival. Ich kann ja da ´nen Burger essen.” Sprach´s und zischte ab.

Imke (verwirrt): “Ach, der Junge muß sich halt noch ausprobieren.”

Damian: “Ist ja auch vernünftig – wir sollten ihn mit unserer Erwartungshaltung nicht unter Druck setzen. Da fällt mir ein, da ist doch jetzt die attac-Kundgebung auf dem Marktplatz gegen den Scharon-Nazi aus Israel und für ein freies Palästina. Da treffen wir doch bestimmt auch Inge und Christoph.” (Anm.: Inge und Christoph sind die Intimfeinde von Imke und Damian, da die beiden die Initiatoren des örtlichen Nicaragua-Kommitees gewesen sind, obwohl Imke und Damian glauben, dies viel besser machen zu können.)

Imke: “Au fein, lass´ uns hingehen. Die haben dort doch immer dieses leckere Räuchrtofu, was Ulrike selbst macht. Dann brauchen wir heute nicht zu kochen, wo doch Rudi auch nicht da ist.”

Damian: “Dann komm´, sonst verpassen wir noch die halbe Kundgebung.”

Imke: “Ich komm´ sofort. Ich hol´ nur noch gerade die neue Prada-Handtasche …”

Damian steigt ins Auto – Imke folgt mit der Handtasche und der bordeauxrote Volvo fährt souverän die ruhige Straße mit den hübschen Einfamilienhäusern entlang. Man sieht ihn noch links abbiegen, dann fällt der Vorhang.

Wir sind ganz ergriffen – Weiter so, Klaus!

Klaus und Kaiser Konstantin – ein Vergleich

Also gut, Trierer Römer.

Als Verneigung vor unserem Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernenten und in Annahme der Kritik des vorangegangenen Blogeintrags möchte ich dem Ehre geben, dem Ehre gebührt. Alle reden von Konstantin, ich werde über Klaus Jensen sprechen. Die Parallelen der heutigen Nr. 1 von Trier mit seinem grossen Vorgänger Konstantin bedürfen der historischen Würdigung. Beide verfolgen aus Trier heraus einen globalen Ansatz. Da diese große Aufgabe den Umfang eines Jensenwatch-Beitrages übersteigt, wollen wir hier und heute eine neue, lose Blog-Serie beginnen.

“Jensen und der große Kaiser – zwei Männer aus Trier für die Welt”

Folge 1: “Jensen, die Friedensfachkraft”

Ob nun Habenichts oder Oberbürgermeister, in jeder Vita gibt es Kristallisationspunkte. Diese Meilensteine des Lebens sind zugleich Ausdruck der Persönlichkeit, aber auch Botschaft und Anspruch an Denken und Handeln. Für mich persönlich sehe ich die Ausbildung zur Friedensfachkraft als ein solches epochales Ereignis in der Vita unseres Klaus Jensen an. Das ist natürlich subjektiv! Aber auch der Klaus weist an bedeutender Stelle auf diese, seine Qualifikation hin: “Klaus Jensen, . . . Staatssekretär a.D, … Ehemaliger Sozialplaner, Friedensfachkraft und Unternehmensberater im Sozial- und Gesundheitsbereich.“ (siehe seine Vorstellung als Vorstand der Klaus Jensen Stiftung – www.klaus-jensen-stiftung.de) In aller Bescheidenheit verschweigt unser Klaus hier sogar sein Oberbürgermeisteramt.

Während uns der Klaus in seinem Lebenslauf weder durch die Nennung seiner Tätigkeit als Staatssekretär noch durch die als Unternehmensberater auf eine Ausbildung oder einen Berufsabschluss hinweist, liegt der Friedensfachkraft eine Ausbildung zugrunde. Nach umfangreichen Internetrecherchen zum Begriff der Friedensfachkraft habe ich wenig konkretes, dafür aber ein schönes Beispiel gefunden, wie so ein Kurs aussieht:

Ausbildung zur Friedensfachkraft

„ Die Grund- und Aufbaukurse verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz und verbinden dabei kognitives, emotionales und soziales Lernen. Dazu gehören:

*
Teilnehmer/innenorientierung: Den Erfahrungen, Bedürfnissen und
Ängsten der Teilnehmer/innen wird Raum gegeben (z.B. durch
Erwartungsabklärung, Tagesreflexion)
*
Prozessorientierung: Die im Seminar laufenden Prozesse werden
thematisiert und beispielhaft behandelt (z.B. durch offene
Bearbeitung von Konflikten in der Gruppe)
*
Erfahrungsorientierung: Durch Übungen und Spiele werden die
Seminarinhalte erfahrbar gemacht und Selbstlernprozesse ermöglicht
(z.B. durch biografische Methoden und Rollenspiele)
*
Handlungsorientierung: Für die Arbeits- und Lebenswelt der
Teilnehmer/innen werden handlungsrelevante Kompetenzen vermittelt
(z.B. durch das Einüben von Formen konstruktiver Kommunikation und
Training von Zivilcourage).“

(siehe unter http://www.friedensdienst.de)

Also, ich muss da wirklich sagen, hier könnten diese Webseiten konkreter sein. Überhaupt, die Friedensfachkraft ist im Internet nicht angemessen gewürdigt. Google bringt bei Eingabe von „Friedensfachkraft + Ausbildung“ 565 Treffer. Zum Vergleich: Google bringt bei dem Begriffspaar „Ausbildung + Seepferdchen“ ca 67.600 Treffer. Das kann doch wohl nicht sein. So eine wichtige Ausbildung und nur 565 Treffer. Und das Seepferdchen bringt mehr als 67.000 Treffer. Eines machen die vom Seepferdchen allerdings besser. Die sind konkret (Zitat):

” – Sprung vom Beckenrand und 25 m Schwimmen

- Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem
Wasser

Hier können die frischgebackenen Schwimmer ihr erstes Abzeichen für Badeanzug oder Badehose machen. Voraussetzung ist eine halbwegs sichere Brustschwimmtechnik und keine Angst vor Springen und Tauchen. Nach erfolgreich bestandener Prüfung gibt’s eine Urkunde und einen Stoffaufnäher.”

Alle Achtung und natürlich: Weiter so, Klaus!

Regieren, nicht Regieren, Leserbriefe schreiben

Quod licet Iovi, non licet bovi! Ja, was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Ochsen noch lange nicht erlaubt. Der Klaus schreibt jetzt Leserbriefe! Das ist legal, jeder normale Bürger darf Leserbriefe schreiben. Durch die Leserbriefe bieten Printmedien interessierten oder engagierten Lesern ein Forum. Ja, es sollen ja nicht nur die zu Wort kommen, die immer zu Wort kommen.

Klaus, falls Du es vergessen hast: Wir, fast zwei drittel aller Wähler, haben Dich gewählt. Du bist Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent (und Friedensfachkraft). Um es klar auszudrücken: Klaus, Du bist der mächtigste Mann in Trier!

Ja, niemand in Trier (ausser vielleicht der Bischof) hat ein ähnliches Forum, sich zu artikulieren oder zu gestalten. Klaus, es tut mir leid es sagen zu müssen, aber nimm Dir ein Beispiel an Deinen Vorgängern. Die haben versucht, Politik im Rat und Stadtvorstand zu gestalten. Dahin haben wir auch Dich gewählt und Du hast die Wahl angenommen. Du hast Dein Forum, den Rat, den Stadtvorstand, die Partei, die Ausschüsse. Du bekommst mit jedem, mit dem Du in Trier reden möchtest, sofort einen Termin und Du bekommst auch einen Termin in Mainz und auch in Berlin. Klaus, Du regiere und lass uns dann die Leserbriefe schreiben. Und wenn Du dann endlich mit dem Regieren anfangen würdest, dann würden wir auch Leserbriefe schreiben und könnten ´was Vernünftiges in den Jensen-Watch-Blog stellen.

Klaus, lass uns unser Forum und nutze Deines. Oder, wie es der Lateiner sagt:
Quod liced bovi, non liced Iovi.

Salve und
Weiter so, Klaus!

Der Klaus, Konstantin, der Juniregen und Jensen Watch

Liebe Jensen-Watch-Freunde,

über den Klaus kann man ja zur Zeit gar nichts berichten. Der macht ja nichts, obwohl Jensen Watch ihm ein gutes Projekt – sozusagen geschenkt – hat. Deshalb ´mal ein kurzer Beitrag über die Geburt von Jensen Watch.

Am Neujahrstag 2007 saß ich in einem äusserst angenehmen Café in einer großen Stadt am Mittelmeer. Auf der Straße vor mir regnete es unerbittlich und niemand, wirklich niemand war auf der ansonsten so belebten Meile zu finden, die nach einem Feldmarschall Großbritanniens benannt ist. Vor mir stand ein ganz besonders leckeres Staropramen (dunkel!) und mein Arbeitstag morgen war noch lange genug “ganz weit weg”.

Gottfried, der aus Innsbruck stammende Barkeeper war sehr gut aufgelegt und so beschoss ich, länger zu bleiben, weil mein Hotel sowieso nur um die Ecke war und ich meinen Mietwagen erst am nächsten Morgen in einer der drei für mich zuständigen Mietwagenstationen abholen wollte. Ein schöner Abend, dachte ich noch so vor mich hin, als ich beschloss, mir auch noch die passende Musik zu wünschen. Einem tschechisch daherkommenden Caféhaus entsprechend wünschte ich mir Lucie Bila, die ich dann auch bekam – ein schöner Abend sollte das tatsächlich werden.

Das dann folgende multikulturelle Erlebnis übertrifft jeden noch so peinlichen Versuch in Trier um Welten. Leute, geht an´s Mittelmeer – da ist´s schon besser als mit Klaus.

Und was hat das überhaupt mit Klaus zu tun? Eigentlich gar nichts. Aber der macht ja auch nichts.

Die Geschichte wird – falls Klaus weiter nichts tut – fortgeführt.

Weiter so, Klaus!

Klaus, unser OB, Wirtschaftsdezernent und “admin-c”

Once upon a time, also lange bevor die rote Sonne das damals schwarze Trier erhellte und erwärmte, sicherte sich der Privatmann Klaus Jensen am 17.05.2005 die Internetdomain www.klaus-jensen.de. Er wurde so zum Inhaber und „admin-c” dieser Domain. Ja, der Klaus denkt an alles. Schnell seinen eigenen Namen im Internet bei der DENIC registrieren, bevor es ein anderer tut. Das ist zum Beispiel dem Kurt Beck passiert. Die Domain www.kurt-beck.de gehört nicht dem Kurt, nein die gehört dem SPD Landesverband Rheinland-Pfalz. Auch die Domain www.angela-merkel.de gehört nicht unserer Bundeskanzlerin, sondern der CDU-Bundesgeschäftsstelle.

Klaus, Du bist eben schnell und unabhängig! Die Internetdomain www.klaus-jensen.de gehört nicht der Partei, sie gehört nicht der Stadt, sondern Dir ganz privat und Du kannst damit machen, was Du willst. Als es darum ging, die Wahl zu gewinnen, hast Du dort die „Wahlkampf-Homepage von Klaus Jensen“ betrieben. Nun ist die Wahl gewonnen und klaus-jensen.de hat fast keinen Inhalt mehr. Das braucht sie auch nicht. Als der Trierer noch Wähler war, konnte er dort eine Menge guter Dinge über den Klaus erfahren. Jetzt, wo der Trierer nur noch Bürger ist, braucht es halt keinen Inhalt mehr. Gewählt ist eben gewählt.

Nicht ´mal ein Impressum gemäß §5 Teledienstegesetz ist zu finden – warum auch? Aber etwas anderes steht jetzt dort unter klaus-jensen.de. Der Klaus ist ja jetzt kein Privatmann mehr, er ist Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent und sitzt im Trierer Rathaus. Und die anderen, die auch im Rathaus sitzen, arbeiten dort für den Klaus. Also, auf klaus-jensen.de steht jetzt, ich zitiere:

„Die Wahlkampf-Homepage von Klaus Jensen ist nicht mehr online! :-) Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Rathaus oder die Homepage der Stadt Trier unter www.trier.de“

Hm, also zum besseren Verständnis: Der Privatmann Klaus hat eine Homepage. Diese nutzte er für sich, zum Beispiel für seinen Wahlkampf. Der Wahlkampf ist gewonnen, das Rathaus gehört ihm, also kann sein Rathaus auch Fragen zu seiner privaten Homepage beantworten.

Weiter so, Klaus!

Klaus und der Sacro-Pop

Also, ehrlich: Das habe ich zwar geahnt, aber nicht erwartet. Ganz viele E-Mails bekam ich wegen Peter Janssens Schauermusik. Die Vertreter meiner Generation erinnerten sich scharenweise an E-Gitarre und Händeklatschen beim Jugendgottesdienst. Einige haben ihr Innerstes nach außen gekehrt und mir Links zu den peinlichsten Sacro-Pop-Stücken aus Peter Janssens Feder geschickt. Mein Favorit:

“Wir knüpfen aufeinander zu,
wir knüpfen aneinander an,
wir knüpfen miteinander – Schalom (Anm.: das Schalom bitte emphatisch!),
ein Friedensnetz”

Donnerwetter! So ´was treibt dem Herrn Schwarz von Pax Christi noch heute Tränen der Rührung in die Augen. Gibt es eigentlich noch Pax Christi, dieses pastoral geduldete Auffangbecken einer mit ihrem Schicksal hadernden Generation? Egal.

Einen schönen Kommentar fand ich dann noch zu der Verbindung von Marx und Gott, die in Janssens Musik fröhliche Urständ´ feiert. Hugo Chavez (und Ernesto Cardenal?) hat nämlich einmal gesagt, daß Jesus der größte Sozialist aller Zeiten (GröSaZ ?) gewesen sei. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen und der Klaus bestimmt auch nicht. Jetzt habe ich doch noch die Kurve hin zu Klaus hinbekommen. Vielleicht kann man ja zusammen im Schammatdorfzentrum einen Peter-Janssens-Liederabend veranstalten. Zusammen mit Pax Christi und vielleicht auch den älteren Herrschaften von der Arbeitsgemeinschaft Frieden? Das wäre doch schön. Wenn Klaus die Gitarre spielt, dann setze ich mich an die Orgel.

Zum Abschluss noch ein ganz besonderes Schmankerl. Wiglaf Droste und das Spardosenterzett intonieren aus Janssens Opus “Leben wird es geben” das schöne Lied “Die Löterin”. Viel Spaß damit:

http://www.youtube.com/watch?v=XnTBtrCGdnM

Weiter so, Klaus!

Lasst ihn in Euer Haus

Hoppla – nicht vom Titel erschrecken lassen!

Hier kommt jetzt kein neues Lied von Peter Janssens. Damit bin ich in meiner Jugend anlässlich der sogenannten Jugendgottesdienste in meiner Pfarrkirche genug gebeutelt worden. Vielleicht waren die schaurigen Lieder Janssens ja auch der Grund, warum es meine Pfarrei heute nicht mehr gibt?!?

Es folgt auch kein Link zum nächsten evangelischen Kirchentag, obwohl die Titelüberschrift durchaus dazu geeignet wäre, ein Kirchentagsmotto zu generieren. Der Herr Albrecht kann das ja schon ´mal bei der nächsten Presbyteriumssitzung mit dem Herrn Hepke und dem Herrn Luxa ausdiskutieren. Schöne Grüße auch ans DBH-Team in der Nordallee.

Nein, hier wird kein Kirchentag geplant. Hier geht´s um Klaus, dem wackeren Kameraden, der vom bösen Volksfreund doch tatsächlich so schändlich durch den Viez-Jupp vorgeführt wurde. Ein Aufschrei ging durch´s Volk, so wurde mir von der Hauptdarstellerin einer jugoslawischen Kinderserie (bzw. ihres Alias) bedeutet. Wen es interessiert: Heute ist Zora-Darstellerin Lidija Kovačević Direktorin eines privaten Gymnasiums in Belgrad. Wenn ich nach Schweich schaue, dann ist das nicht immer ein schöner Beruf. Arme Lidija …

Jedenfalls regnete es Leserbriefe wie radioaktiven Fallout nach der Kernschmelze im iranischen Urananreicherungszentrum in Natans. Und der Herr Weinert mobilisiert die Lokale Agenda und telefoniert mit unserem Klaus, der vorgestern vom Rathaus darauf reagieren wollte, die Volksseele kocht laut vor sich hin – und ich frage mich: Hab´ ich da ´was nicht mitbekommen? Wegen einer lauen, augenzwinkernden Satire? Ach, was sind das für Leut´ …

Also, dem Herrn Weinert rate ich, sich erst einmal genau anzusehen, wer sich da so alles in der Lokalen Agenda herumtrollt. Warum die Linkspartei in Trier zur Zeit massiv dafür kämpft, daß der ehemalige WASG-Vorsitzende von Trier nicht Mitglied der Linkspartei wird, kann ihm Frau Werner von der Linken sicher ´mal erklären (Danke dafür, Katrin. Bist ein Schatz und ich freue mich riesig für Dich wegen Deinem Babyglück!). Danach kann der Herr Weinert dann auch ´mal versuchen, im Offenen Kanal zu lächeln. Oder geht das nicht mehr, wenn man bierernst zu viele Jugendgottesdienste gestaltet hat? Textprobe: “Der Himmel geht über allen auf, auf alle über, über allen auf …” Oh, Gott.

Und der Klaus? Der hat doch vor der Wahl so einiges versprochen, wo er richtig Gas geben wollte. Passiert ist bis jetzt allerdings nichts. Also, ich springe ´mal über meinen Schatten und gebe heute (ausnahmsweise) einmal Nachhilfe zum Thema “Stadt am Fluss”:

Lieber Klaus,

Trier liegt am Fluss, was man aber leider nicht allzu oft merkt. Nachdem Du in finsterer Vergangenheit ja schon den Weißhauswald im Alleingang gerettet hast, ist Dir doch sicher noch präsent, dass wir in Trier eine Kabinenbahn haben, die die Mosel überspannt (so ´was gibt´s in Deutschland überhaupt nur zweimal!!!). Wie Du vielleicht weisst, steht die Seilbahn seit Jahren still. Die Familie Bruch (Kennst Du die, lieber Klaus? Bitte Termin machen.) hat viel versucht, der Bahn Leben einzuhauchen – leider hat sie dabei großes Pech gahabt.

Also, Klaus. Du initiierst einen Förderverein “Rettet die Kabinenbahn e.V” und wirst dessen Schirmherr. Die Gastronomiebetriebe in Zurlauben holst Du mit ins Boot, ebenso wie das Weißhaus. Du mobilisierst Sponsoren und der Förderverein erarbeitet ein Konzept. Kleiner Hinweis: In Sachsen gibt es mehrere Parkeisenbahnen (ehem. Pioniereisenbahnen, Klaus), die aktive Jugendarbeit betreiben und dadurch den Fahrbetrieb sichern. Junge Leute in Verantwortung – prima! Das Exhaus mit ins Boot! Es müsste mit dem Teufel zugehen, aber nächstes Jahr würde die Seilbahn wieder fahren, junge Leute hätten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und die Stadt einen Grund mehr, sich zur Mosel zu öffnen. Gute Idee? Na, dann ´mal ´ran Klaus.

Bevor Bruder Simeon mit dem Projekt “Verlegung der B 49 in die Hornstraße” durch ist vergehen noch ein paar Jahrzehnte (oder Jahrhunderte) und die Öffnung der dann umgewidmeten Luxemburger Straße hin zur Mosel hat keine vergleichbare Qualität wie die Stärkung der Attraktivität Zurlaubens.

So, jetzt dürfen alle mitdenken und der Klaus hat sein erstes Projekt, bei dem er sich ganz nützlich einbringen kann. Jetzt müssen keine pseudo-empörten Gutmenschen mehr poltern, sondern können sich um die Zukunft Triers und seiner Kinder Gedanken machen. Habt Euch wieder lieb – oder eben doch: Lasst ihn in Euer Haus!

Und wer jetzt nicht allein ist, der darf auch gerne noch einen Kanon von Peter Janssens singen (nur der Herr Weinert übt Lächeln vor dem Spiegel).

Der Friede sei mit Euch, Schalömmchen und natürlich:

Weiter so, Klaus!

Dem Klaus sein Filz

http://cms.trier.de/stadt-trier/Integrale?SID=1E511A118CDBA145B57AEDBECD7257E9&ACTION=ViewPageView&MODULE=Frontend&Template.Variant=&PageView.PK=19&Document.PK=20209

Zitat:

“Das Sozialplanungsbüro Kappenstein erstellt im Auftrag der Wohnungsgenossenschaft am Beutelweg und des Rathauses ein Konzept für das Projekt „Wohnen und Leben im Alter in Trier-Nord“. Von den Kosten von etwa 52 000 Euro trägt das Rathaus rund 7 800 Euro. Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ gefördert.”

Ziemlich offensichtlich …

Weiter so, Klaus!

Klaus´ Wirtschaftsinitiative auf Modenschau

Klaus Jensen, unser oberster Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent macht Ernst.

Anlässlich der Modenschau der Fachhochschule in der Arena am vergangenen Samstag lässt unser Klaus die wirtschaftspolitische Katze aus dem Sack: Textilindustrie soll in Trier angesiedelt werden. Das ist der erwartete Paukenschlag in der Wirtschaftspolitik Triers!

Skeptiker behaupten, dass der Aderlass an Arbeitsplätzen in der Textilindustrie (die Textilindustrie hatte in Deutschland einst mehr Beschäfigte als die Automobilindustrie) unumkehrbar sei. Aber Klaus hat Recht, Bangemachen zählt nicht mehr. Chinas Sonderwirtschaftszonen sind angezählt, die Börse in Shanghai hat heute schon reagiert. Textilfabriken in Trier! Klaus, das ist die Initiative, auf die wir gewartet haben.

Weiter so, Klaus!